Access City Award 2025: Nürnberg glänzt als Vorreiter der Barrierefreiheit
Der Access City Award 2025 ist ein bedeutender europäischer Preis, verliehen von der Europäischen Kommission in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Behindertenforum. Der Award würdigt Städte, die barrierefreie Inklusion in den Lebensalltag ihrer Bürger fest verankern: in öffentlichen Räumen, dem Verkehr, Behörden und digitalen Diensten.
In diesem Jahr wurde Wien für ihre umfassende Strategie mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Der zweite Platz ging an Nürnberg, das mit seinem strategischen Ansatz in Verkehr, Arbeit, Sport & Freizeit besonders überzeugte, ergänzt durch eine Sonder-Auszeichnung für inklusive Sportinfrastruktur.
Dieser Artikel zeigt, was den Access City Award 2025 so bedeutsam macht, warum Nürnberg ein Vorbild für andere Städte ist und was Deutschland daraus lernen kann.
Was ist der Access City Award 2025 – und warum ist er wichtig?
Der „Access City Award“ wurde 2010 ins Leben gerufen und richtet sich an europäische Städte mit mindestens 50 000 Einwohnern. Bewertet wird, wie konsequent barrierefreie Zugänge in folgenden Bereichen umgesetzt werden:
- Öffentlicher Raum & gebaute Umwelt
- Öffentlicher Nahverkehr & Infrastruktur
- Informations- und Kommunikationstechnik (IKT)
- Öffentliche Leistungen (z. B. Behörden, Dienstleistungen)
Besonders wichtig: Der Award würdigt nicht nur bereits vorhandene Infrastruktur, sondern auch geplante Verbesserungen, Innovationsgeist und die aktive Beteiligung von Menschen mit Behinderung bei der Entwicklung von Konzepten.
Er ist damit mehr als ein Preis, er ist ein strategisches Instrument, um Barrierefreiheit auf europäischer Ebene sichtbarer und wirksamer zu machen.
Das macht Nürnberg zum Vorbild
Nürnberg überzeugte die Jury durch einen koordinierten und nachhaltigen Gesamtansatz, der unterschiedliche Lebensbereiche miteinander verbindet.
Die Stadt arbeitet seit Jahren konsequent daran, Barrieren abzubauen und Menschen mit Behinderung in alle Entscheidungsprozesse einzubinden. Besonders hervorzuheben sind:
- Der behindertenpolitische Beirat, in dem Menschen mit Behinderung ihre Anliegen direkt in politische Entscheidungsprozesse einbringen können.
- Eine umfassende Barrierefreiheitsstrategie, die nicht nur bauliche Maßnahmen, sondern auch Digitalisierung, Arbeitsmarktintegration und Freizeitgestaltung berücksichtigt.
- Innovative Mobilitätslösungen, wie rollstuhlgerechte Bushaltestellen, sprechende Fahrkartenautomaten, taktile Leitsysteme oder barrierefreie E-Scooter-Angebote.
- Die Förderung von inklusiven Sport- und Freizeitangeboten. Ein Aspekt, für den Nürnberg zusätzlich eine Sonderauszeichnung erhalten hat. Hierzu zählen barrierefreie Schwimmbäder, inklusive Sportfeste, Fitnessangebote für Menschen mit Behinderung und behindertengerechte Sportstätten.
Auch die digitale Barrierefreiheit ist in Nürnberg kein leeres Versprechen: Die städtischen Websites und Online-Dienste sind nach BITV-Standards gestaltet und beinhalten Angebote in leichter Sprache, mit Screenreader-Kompatibilität und Gebärdensprachvideos.
Ein Vorbild für Deutschland: Lernen von Nürnberg
Der Erfolg Nürnbergs ist nicht nur Anerkennung, sondern auch Inspiration für andere Städte. Deutschlandweit besteht noch Nachholbedarf in vielen Kommunen, sei es bei der barrierefreien Gestaltung von Haltestellen, dem Zugang zu öffentlichen Gebäuden oder der digitalen Teilhabe.
Die folgenden Prinzipien aus Nürnberg können dabei als Vorbild dienen:
- Langfristige Planung: Barrierefreiheit als Teil städtischer Gesamtentwicklung, nicht als Einzelprojekt.
- Partizipation: Menschen mit Behinderung gestalten aktiv mit auf Augenhöhe.
- Transparente Kommunikation: Fortschritte, Maßnahmen und Mängel werden offen benannt und bearbeitet.
- Verknüpfung von Bereichen: Mobilität, Bildung, Kultur und Sport werden gemeinsam gedacht.
Zudem zeigt Nürnberg: Es braucht nicht zwingend eine Großstadt wie Wien, um europäische Standards zu erfüllen, auch mittelgroße Städte können mit Engagement und Strategie europaweit Maßstäbe setzen.
Weitere Finalisten
Neben Nürnberg und Wien gehörten auch Borås (Schweden) und Cartagena (Spanien) zu den Finalisten des Access City Award 2025:
- Borås wurde für den barrierefreien Ausbau öffentlicher Gebäude, Verkehrswege und digitalen Services gewürdigt.
- Cartagena überzeugte mit innovativen Konzepten im inklusiven Tourismus: barrierefreie Strände, mobile Assistenzdienste für Reisende mit Behinderung und barrierefreie Museumsführungen.
Diese Beispiele zeigen: Europa ist auf dem Weg und der Austausch über Ländergrenzen hinweg ist essenziell, um voneinander zu lernen und voneinander zu profitieren.
Allied Mobility: Mobilität ist Teil echter Teilhabe
Wir bei Allied Mobility sind davon überzeugt, dass Mobilität ein zentrales Element von Inklusion ist. Städte wie Nürnberg schaffen Strukturen und Räume für Barrierefreiheit, wir liefern die passenden behindertengerechte Fahrzeuge dazu.
Unsere Fahrzeuge unterstützen sowohl Privatpersonen als auch soziale Einrichtungen und Kommunen dabei, mobil zu sein. Sicher, bequem und selbstbestimmt.
- Rollstuhlgerechte Rampen und Hebebühnen sorgen für einfaches Einsteigen.
- Die Innenräume sind flexibel gestaltbar, je nach Personenzahl und Hilfsmittel.
- Unsere Assistenzsysteme erleichtern die Navigation und erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr.
- Unsere individuelle Beratung begleitet Sie von der ersten Bedarfsanalyse bis zur maßgeschneiderten Fahrzeugausstattung.
Wie geht es weiter? Die Zukunft des Access City Award
Der Access City Award wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, um Städte auf ihrem Weg zur Inklusion zu begleiten und Best Practices europaweit zu verbreiten. Denkbar ist etwa:
- Die Einführung neuer Bewertungskategorien, z. B. „digitale Teilhabe“, „inklusive Arbeitswelt“ oder „barrierefreier Wohnraum“.
- Der Aufbau einer europäischen Datenbank mit umgesetzten Maßnahmen, die Kommunen untereinander vergleichen und voneinander lernen lässt.
- Die Förderung von grenzüberschreitenden Pilotprojekten, z. B. für barrierefreien Tourismus oder digitale Barrierefreiheit.
Städte wie Nürnberg haben vorgemacht, wie es geht und können damit als Vorbild für ganz Europa dienen.
Fazit: Der Access City Award 2025 setzt ein wichtiges Zeichen
Mit der Verleihung des zweiten Platzes an Nürnberg zeigt der Access City Award 2025, dass auch deutsche Städte im Bereich Barrierefreiheit auf europäischem Spitzenniveau mitspielen können. Entscheidend ist nicht allein die Umsetzung technischer Maßnahmen, sondern der Wille, Menschen mit Behinderung aktiv einzubinden und gemeinsam neue Wege zu gehen.
Lassen wir uns von diesem Erfolg inspirieren und machen wir Barrierefreiheit zur gemeinsamen Aufgabe in ganz Deutschland.
Spain