Mehr Komfort und Barrierefreiheit für Rastatt
In einem Meilenstein für die Barrierefreiheit und den Komfort von Bahnreisenden wurde der Bahnhof der Barockstadt Rastatt nach einer umfassenden Modernisierung durch die Deutsche Bahn (DB) feierlich eingeweiht. Die Maßnahmen, die einen stufenfreien Ein- und Ausstieg ermöglichen, umfassen erhöhte Bahnsteige, eine neue Fußgängerbrücke mit vier Aufzügen und eine Vielzahl moderner Annehmlichkeiten. Die frühzeitige Inbetriebnahme der Aufzüge, rund sechs Wochen vor dem ursprünglichen Zeitplan, bietet den Fahrgästen einen noch schnelleren Zugang zu den verbesserten Einrichtungen. Die Investitionen von insgesamt 21,3 Millionen Euro wurden durch eine Partnerschaft zwischen dem Bund, dem Land Baden-Württemberg, der Stadt Rastatt und der DB ermöglicht.
Ein Gewinn für die Reisenden: Barrierefreiheit und modernste Ausstattung
Berthold Huber, der Infrastrukturvorstand der DB, betonte die Bedeutung moderner und barrierefrei ausgebauter Bahnhöfe als entscheidende Elemente, um mehr Menschen für die Bahn zu gewinnen und einen Beitrag zu nachhaltiger Mobilität zu leisten. Mit rund 13.000 täglichen Reisenden in Rastatt werde die umfassende Modernisierung unmittelbar von einer großen Anzahl von Menschen profitieren.
Michael Theurer, der Beauftragte der Bundesregierung für den Schienenverkehr, hob die massiven Investitionen des Bundes in barrierefreie und attraktive Bahnhöfe hervor. Die Investitionen von knapp 17 Millionen Euro in Rastatt allein sind Teil der breiteren Bemühungen, Bahnhöfe in Deutschland barrierefrei zu gestalten. Er betonte, dass für etwa 10 Millionen Menschen in Deutschland die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel aufgrund von Mobilitätseinschränkungen keine Selbstverständlichkeit ist. Die Schaffung barrierefreier Zugangsmöglichkeiten ist daher ein zentrales Anliegen.
Regionale Bedeutung und Wohlgefühl für Reisende in Rastatt
Winfried Hermann, der Verkehrsminister des Landes Baden-Württemberg, betonte die gelungene Umsetzung eines zeitgemäßen und barrierefreien Bahnhofs in Rastatt. Die Modernisierung trage dazu bei, das Bahnfahren in der Region attraktiver zu machen und sorge dafür, dass sich die Fahrgäste bei ihrer Abreise oder Ankunft wohlfühlen.
Hans Jürgen Pütsch, der Oberbürgermeister der Stadt Rastatt, sprach von jahrzehntelangen Bemühungen um einen barrierefreien und modernen Bahnhof. Die heutige Realisierung sei das Ergebnis gemeinsamen Engagements und zeuge von der Entschlossenheit, Barrieren abzubauen und Mobilität für alle zu gewährleisten.
Verbesserungen für die Reisenden in Rastatt
Die umfassenden Bauarbeiten begannen im Dezember 2020 und betrafen sukzessive alle vier Bahnsteige in Rastatt. Die Erhöhung der Bahnsteige auf 55 bzw. 76 Zentimeter ermöglicht nun einen komfortablen Einstieg in verschiedene Zugtypen. Eine überdachte und verglaste Fußgängerbrücke mit vier Aufzügen und Treppenanlagen verbindet alle Bahnsteige, wodurch ein stufenfreier Zugang gewährleistet ist. Bestehende Dächer auf den Bahnsteigen wurden verlängert, um die Reisenden vor Regen zu schützen. Ein taktiles Leitsystem unterstützt Menschen mit Sehbehinderungen, und neue Sitzbänke, Vitrinen und Mülleimer sorgen für zusätzlichen Reisekomfort. Moderne digitale Zugzielanzeiger und eine klare Beschilderung bieten umfassende Informationen. Die Treppenanlagen zur Personenunterführung wurden erneuert und an die neuen Bahnsteighöhen angepasst. Eine abschließende Maßnahme umfasst den Austausch der Beleuchtung in der Personenunterführung bis April 2024.
Die Modernisierung des Bahnhofs Rastatt trägt nicht nur zu mehr Barrierefreiheit, sondern auch zu einem insgesamt angenehmeren Reiseerlebnis für die Fahrgäste bei.
Allgemeine Situation in Deutschland
Der Bahnhof Rastatt gehört zu den rund 100 Bahnhöfen, die laut eigenen Angaben der Deutschen Bahn jährlich barrierefrei umgestaltet werden. Ein Blick auf die Statistik zeigt jedoch auf, dass noch einiges an Verbesserungspotential herrscht. So sind aktuell laut dem Statista Research Department nur 78% aller Bahnhöfe in Deutschland. Bei den restlichen 22% der Bahnhöfe fehlt es an unterstützenden Elementen für Rollstuhlfahrer, Senioren und Kinderwäge. Zudem fehlt bei 43% der Bahnhöfe allgemein ein passendes Leitsystem für Sehbehinderte.
Fazit
Wir von Allied Mobility unterstützen ganz klar das Vorhaben, alle Bahnhöfe in Deutschland barrierefrei zu gestalten. Die Inklusion für mobilitätseingeschränkte Personen ist in unseren Augen äußerst wichtig, sei es jetzt beim Fahren mit der Bahn oder beim Fahren mit dem Auto. Hier bieten wir behindertengerechte Fahrzeuge, die den Menschen im Rollstuhl das Leben erleichtern sollen, wie etwa den Peugeot Rifter Horizon.
Während man die „kleinen“ Erfolge mit der Modernisierung des Bahnhof Rastatt zwar feiern sollte, sollte man dennoch den Blick auf das große Ganze nicht verlieren. Noch immer sind laut Statistiken 22% der Bahnhöfe in Deutschland, was laut eigenen Rechnungen noch immer über 1000 Bahnhöfe sind. Daher ist es wichtig, dass auch bei diesen Bahnhöfen für Inklusion gesorgt wird.
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