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München investiert 150.000€ in Rollstuhltaxis

München investiert 150.000€ in Rollstuhltaxis

In vielen Teilen Deutschlands ist es weiterhin sehr schwierig, als Rollstuhlfahrer ein geeignetes Taxi zu bekommen. Bei vielen Taxiunternehmen muss man sich bereits Tage im Voraus für eine Taxifahrt anmelden. Noch schwieriger ist die Situation, wenn man mit einem E-Rollstuhl fährt. Hier muss man sich mindestens eine Woche im Voraus für eine Taxifahrt anmelden.

Viele Landkreise setzen bereits daran, diese Situation laufend zu bessern. Denn schließlich ist es wichtig, diesen Bereich auszubauen. Es gibt immer mehr ältere Menschen, die im Rollstuhl sind und auf ein Rollstuhltaxi öfters angewiesen sind.

Das Förderprogramm von München

Der Landkreis München setzt sich hier bereits aktiv für die Förderung von Inklusionstaxis ein. So gibt es bereits seit April 2020 ein Förderprogramm, welches Taxiunternehmen in Anspruch nehmen können. Für die Umrüstung oder Neuanschaffung der sogenannten „Inklusionstaxis“, welche für Rollstuhlfahrer und insbesondere auch E-Rollstuhlfahrer geeignet sind, bekommen die Taxiunternehmen eine Förderung von bis zu 10.000€ pro Fahrzeug.

Bisher stand die Förderung nur all jenen Unternehmen zu, die ihre bisherigen Fahrzeuge umrüsten und damit barrierefrei gestalten. Mitte des Jahres 2022 wurde danach beschlossen, dass es auch eine Förderung für die Neuanschaffung von barrierefreien Taxis gibt. Hierzu zählen vor allem die London-Taxis des Herstellers LEVC. Bei diesen Taxis ist ein seitlicher Einstieg möglich, zudem sind sie bereits ab Werk barrierefrei ausgestattet. Auch die von uns angebotenen rollstuhlgerechten Fahrzeuge können als Taxi registriert werden. Wir von Allied Mobility bieten verschiedene Fahrzeugmodelle (Horizon, Freedom, Vista und Independence) an, die allesamt rollstuhlgerecht hergestellt wurden. Der Einstieg erfolgt hier von hinten über eine Rampe.

Mit diesem Förderprogramm möchte der Landkreis München die Möglichkeiten zur Mobilität auch für Rollstuhlfahrer erhöhen. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Leider haben seit dem Start des Programms im April 2020 bisher nur drei Taxiunternehmen diese Förderung, die nicht zurückgezahlt werden muss, in Anspruch genommen. Eines dieser Unternehmen ist die Flotilla GmbH Taxi & Limousine aus Hohenbrunn. Das Unternehmen hat die Zeit in der Pandemie genutzt, um zwei der Autos für die Mobilität von Rollstuhlfahrern umzurüsten. Und auch wenn laut Angaben des Geschäftsführers die Umrüstung trotz der Förderung nicht zu 100% rentabel ist, ist es ein wichtiger Schritt, um das alltägliche Leben von Menschen im Rollstuhl zu erleichtern.

Der Sozialausschuss hat sich hier deshalb zum Ziel gesetzt, weitere Anreize für die Teilnahme an diesem Programm zu schaffen. So sollen Unternehmen mehr dazu motiviert werden, Taxis umzubauen und diese mit einem gut sichtbaren Aufkleber mit der Aufschrift „Inklusionstaxi“ zu versehen.

Die Zukunft für das Förderprogramm

Um das Programm weiter am Laufenden zu halten und so in die Mobilität für Rollstuhlfahrer zu investieren, hat der Sozialausschuss des Landkreises München nun eine Entscheidung getroffen. So soll die Möglichkeit, die Förderung für den Umbau von Taxis in Inklusionstaxis zu erhalten, vorerst nun bis Dezember 2025 möglich sein. Die Unternehmen werden weiterhin für die Investierung von geeigneten Taxis für Rollstuhlfahrer mit einer Förderung in der Höhe von bis zu 10.000 € unterstützt. Insgesamt stehen für dieses Förderprogramm in den nächsten drei Jahren 150.000€ zur Verfügung. Mit diesem Fond für das Programm könnten insgesamt 15 Taxiunternehmen in München und Umgebung die Maximalförderung also erhalten.

Diese Investierung in das Förderprogramm stellt einen wichtigen Schritt für die Mobilität der Rollstuhlfahrer dar. Das endgültige Ziel ist es, dass Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, ganz normal, spontan und flexible mit dem Taxi fahren können. Dadurch soll ihr Alltag einfacher und selbstbestimmter werden.